AGBs

Rechte und Pflichten des Fotografen

  • Dokumentation des Ereignisses

        Der Fotograf dokumentiert das vorgenannte Ereignis mit einer Spiegelreflex - oder Spiegelloser Kamera. Dabei hat er die Vorgaben des Bestellers zur Aufnahme              und Gestaltung einzuhalten.

  • Bearbeitung der Fotografien / weitere Leistungen

    • Der Fotograf sortiert, bearbeitet und archiviert die erstellten Fotografien.

    • Der Fotograf sortiert unscharfe oder misslungene Fotografien aus. Diese werden dem Besteller nicht zur Verfügung gestellt.

Ablieferung​

  • Der Fotograf übergibt dem Besteller die Fotografien in elektronischer Form bis und überträgt daran – soweit möglich – Eigentum. Die Ablieferung gilt als erfolgt, wenn der Besteller den USB-Stick in den Händen hält oder, bei Ablieferung via Dropbox/Google Drive/Onlinegalerie im Zeitpunkt, in welchem sämtliche Dateien in einem entsprechenden Ordner abgelegt und dem Besteller die Zugangsdaten dazu (Link, Passwort, etc.) bekanntgegeben wurden.

Ablieferungsmodalitäten

  • Alle Fotos werden in voller Auflösung und ohne Wasserzeichen zur Verfügung gestellt.

        Der Besteller erhält hochauflösendes Bildmaterial im Format JPG.

        Die Abgabe von unbearbeiteten, digitalen Rohdaten (RAW) ist ausgeschlossen.

        Die Bilder werden dem Kunden entweder auf einem USB Stick oder über eine Onlinegalerie zur

        Verfügung gestellt.

Ablieferung von Hochzeitsalben

  • Je nach Auftragslage kann es sein, dass ihr ein wenig Geduld braucht, bis ich euer Album erstellt habe. Dazu kommt eine Lieferdauer von mindestens

        4 Wochen von meinem Anbieter. Meistens bestelle ich die Bücher in der Nebensaison und versuche diese vor Weihnachten auszuliefern.

 

                  

Persönliche Ausführung

  • Der Fotograf verpflichtet sich, die Leistung persönlich zu erbringen oder unter seiner persönlichen Leitung ausführen zu lassen, sofern es nach der Natur des Geschäfts auf seine persönlichen Leistungen ankommt. Ansonsten ist es ihm gestattet, zur Ausführung eine Hilfsperson beizuziehen. Für deren Handlungen haftet der Fotograf nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit.

Hilfsmittel

  • Der Fotograf sorgt für die nötigen Hilfsmittel auf seine Kosten (z.B. Kamera, weiteres fotografisches Equipment, Datenträger, Fotobuch, etc.).

 

Virenschutz

  • Der Fotograf ist verpflichtet, seine Computer- und sonstigen Digitalsysteme durch Virenschutzprogramme und weitere übliche Massnahmen zu schützen und diese Schutzsysteme jeweils auf dem neuesten Stand zu halten, soweit dies technisch umsetzbar und zumutbar ist.

 

Verwendung der Fotografien für eigene Zwecke

  • Der Fotograf darf die Fotografien bis auf Widerruf durch den Besteller als Referenzaufnahmen zwecks Eigenwerbung verwenden (z.B. auf der eigenen Website, Facebook, Instagram, Printmedien, usw.).

 

Rechte und Pflichten des Bestellers

  • Der Besteller kann dem Fotografen am Event weitere Vorgaben erteilen, sofern sich der hierfür nötige Aufwand des Fotografen in vernünftigem Rahmen hält und es möglich ist, die Vorgaben mit den Hilfsmitteln des Fotografen vor Ort einzuhalten.

 

Künstlerische Freiheit

  • Sofern der Besteller keine besonderen Vorgaben zur Aufnahme und Gestaltung macht, ist der Fotograf in Aufnahme und Gestaltung frei.

 

 

Wahrung des Rechts am eigenen Bild / Drittrechte (Immaterialgüterrechte)

  • Der Besteller ist dafür verantwortlich, dass die von ihm in Auftrag gegebenen Aufnahmen keine Drittrechte verletzen. Namentlich hat er für die Zustimmung der am Event anwesenden Personen besorgt zu sein. Diese Zustimmung muss erfassen:

  • Ablichtung anlässlich des Events durch den Fotografen

  • Zur Verfügung stellen der Fotografien

  • Veröffentlichungen 

  • Veröffentlichung als Referenzaufnahmen zwecks Eigenwerbung für den Fotografen 

 

Verwendung der Fotografien

  • Der Besteller verpflichtet sich, auf den Namen des Fotografen aufmerksam zu machen, sobald er die Fotografien einem unbestimmten Personenkreis bzw. einem Personenkreis von mehr als 10 Personen zugänglich macht / veröffentlicht (z.B. auf Social Media Plattformen wie Facebook, Webseiten, Instagram etc.).

  • Der Besteller wird darauf aufmerksam gemacht, dass eine Veröffentlichung von Fotos der Einwilligung der darauf abgebildeten Personen oder der Zustimmung des Berechtigten bei Immaterialgüterrechten bedarf.

 

Datenschutz

  • Der Auftraggeber erklärt sich einverstanden, dass seine zum Geschäftsverkehr erforderlichen, personenbezogenen Daten gespeichert werden. Der Auftragnehmer verpflichtet sich, alle ihm im Rahmen des Auftrages bekannt gewordenen Informationen vertraulich zu behandeln. Daten werden nicht an Dritte weitergegeben, es sei denn, dies ist zur Durchführung des Auftrages erforderlich.

 

Übertragung von geistigem Eigentum

  • Urheberschaft

        Der Fotograf ist als Schöpfer des Werks Urheber der erstellten Fotografien und hat das Recht auf Anerkennung der Urheberschaft bzw. auf Nennung seines                      Namens, auf Werkintegrität und auf Erstveröffentlichung. Der Kernbereich der Urheberpersönlichkeitsrechte ist nicht übertragbar.

  • Änderung

        Jede Veränderung bzw. Weiterbearbeitung der gelieferten Fotos bedarf der ausdrücklichen Genehmigung durch den Fotografen.

  • Einräumung des Nutzungsrechts (Alleinlizenz)

    • Der Fotograf räumt dem Besteller im Rahmen der Zweckübertragungstheorie mit der Ablieferung des Werkes sämtliche im Urheberrecht enthaltene Teilrechte ein, welche dem Besteller erlauben, die ihm übergebenen Fotografien für private, nicht kommerzielle Zwecke zu benutzen (namentlich speichern, kopieren, Erstellen von Abzügen, Alben etc.). Diese Berechtigung gilt örtlich, sachlich und zeitlich unbeschränkt und umfasst auch neue bzw. unbekannte Nutzungsarten.

    • Dem Fotografen ist es nicht gestattet, weitere Lizenzen zu erteilen. Hingegen bleibt er selber weiterhin zur Nutzung der Fotos berechtigt.

    • Eine kommerzielle/gewerbliche Nutzung bzw. die Weitergabe von Nutzungsrechten an Dritte darf nur mit schriftlicher, im Voraus erfolgter Einwilligung des Fotografen erfolgen. 

 

Gefahrenübergang

  • Mit der Ablieferung geht die Gefahr des Untergangs des Werks auf den Besteller über. Vor der Ablieferung trägt der Fotograf dieses Risiko (Preisgefahr).

Vorleistungspflicht

  • Der Besteller ist vorleistungspflichtig. Er hat die vereinbarte Vergütung mindestens 30 Tage vor dem Event zu Gunsten des Fotografen zu überweisen

 

Verzug

  • Gerät der Besteller mit der Bezahlung der Vergütung in Verzug, kann der Fotograf ihm eine Frist von 5 Tagen zur nachträglichen Erfüllung ansetzen. Wird bis zum Ablauf dieser Frist nicht bezahlt, kann der Fotograf entweder weiterhin auf die Erfüllung beharren, er kann aber auch auf die nachträgliche Leistung verzichten und entweder Ersatz des aus der Nichterfüllung entstandenen Schadens verlangen oder vom Vertrag zurücktreten.

 

  • Vertragsänderung / Kostenabweichung

    • Erhöhung des Leistungsumfangs

                Die vereinbarte Pauschalvergütung deckt die vertragsgemässen Leistungen. Änderungen im Leistungsumfang können durch den Besteller in Auftrag gegeben                  werden, werden aber durch den Fotografen nach Aufwand abgerechnet.

Ausserordentliche Umstände

  • Werden durch ausserordentliche Umstände, die nicht vorausgesehen werden können oder die nach den von den Vertragsparteien angenommenen Voraussetzungen ausgeschlossen waren, die Fertigstellung hindern oder übermässig erschweren, kann vor Gericht eine Erhöhung der Vergütung oder die Auflösung des Vertrags verlangt werden.

 

Haftung für Mängel

  • Prüfungs- und Rügeobliegenheit des Bestellers

    • Der Besteller hat die Fotografien innert 14 Tagen seit der Ablieferung zu prüfen und den Unternehmer innert derselben Frist schriftlich von allfälligen Mängeln in Kenntnis zu setzen (Rügefrist). Widrigenfalls gilt das Werk als genehmigt.

    • Vorbehalten bleiben verdeckte Mängel, die im Rahmen der zweijährigen Verjährungsfrist entdeckt werden. Diese sind innert 14 Tagen seit Entdeckung des Mangels zu rügen.

  • Mängelrechte

    • Leidet das Werk oder das gelieferte Material an Mängeln, so steht dem Besteller zunächst einzig das Recht zu, vom Fotografen die Beseitigung des Mangels innert angemessener Frist zu verlangen. Die Kosten der Verbesserung trägt der Fotograf.

    • Soweit der Fotograf den Mangel innert angemessener Frist nicht behebt, kann der Besteller nach seiner Wahl auf der Verbesserung beharren, ein dem Minderwert entsprechenden Abzug von der Vergütung machen oder, wenn ihm die Annahme des Werkes nicht zugemutet werden kann, vom Vertrag zurücktreten.

    • Vorbehalten bleibt das Recht auf Schadenersatz.

    • Die Rechte des Bestellers fallen dahin, wenn er durch Weisungen oder auf andere Weise die Mängel selbst verschuldet hat.

Viren

  • Der Fotograf haftet nicht für Schäden, die beim Besteller im Zusammenhang mit der Nutzung der vom Auftragnehmer gelieferten Daten eintreten.

 

Beendigung

  • Ordentliche Beendigung

        Die Zusammenarbeit endet mit Ablieferung des Werks ohne Kündigung.

  • Vorzeitige Auflösung

    • Herstellungsverzug

                Bei nicht rechtzeitigem Beginn, verzögerter Ausführung, Rückstand, der die rechtzeitige Vollendung nicht mehr voraussehen lässt, mangelhafter oder                                vertragswidriger Erstellung durch Verschulden des Fotografen erhält der Besteller die Rechte nach Art. 366 OR.

Ablieferungsverzug

  • Ist der Fotograf ohne Verschulden des Bestellers mit der Ablieferung des Werks in Verzug, richten sich die Verzugsfolgen nach Art. 107 ff. OR.

 

Rücktritt des Bestellers

  • Das Rücktrittsrecht des Bestellers gemäss Art. 377 OR wird wegbedungen.

  • Unmöglichkeit

 

Rücktritt aus Verhältnissen des Bestellers

  • Können die vertragsgemässen Leistungen durch einen beim Besteller eingetretenen Zufall, Unfall, Krankheit, Todesfall oder Ähnlichem nicht erbracht werden, so verzichtet der Fotograf auf die vereinbarte Vergütung. Vorbehalten bleibt der Fall, in welchem der Besteller die Unmöglichkeit der Ausführung verschuldet hat; diesfalls hat der Unternehmer Anspruch auf Vergütung der geleisteten Arbeit, der im Preis nicht inbegriffenen Auslagen und Schadenersatz.

Möchte der Besteller vorzeitig von dem Auftragsvertrag zurücktreten, gelten folgende Exit-Stufen:

  • Bis 120 Tage vor dem Termin = 250 CHF

  • Bis 60 Tage vor dem Termin = 50% des Honorars

  • Bis 30 Tage vor dem Termin = 70% des Honorars

  • Bis 14 Tage vor dem Termin = 100% des Honorars

Rücktritt aus Verhältnissen des Fotografen

  • Wird der Fotograf ohne sein Verschulden zum Erbringen der vertragsgemässen Leistungen unfähig (Unfall, Krankheit, Todesfall oder Ähnliches), so erlischt der Vertrag. Dem Besteller stehen keine Schadenersatzforderungen zu. Nach Möglichkeit bemüht sich der Fotograf jedoch, einen Ersatzfotografen zu stellen.

Salvatorische Klausel

  • Sollten Teile einer Zusammenarbeit unwirksam sein, so wird hierdurch die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt. An die Stelle eventuell unwirksamer Bestimmungen treten in erster Linie eine Bestimmung, die die Parteien, wären sie sich der Unwirksamkeit bewusst gewesen, gewählt hätten, und subsidiär sinngemäss die einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen.

 

Gerichtsstand / Rechtswahl

  • Als ausschliesslicher Gerichtsstand wird Zofingen vereinbart. Es gilt Schweizer Recht.

 

       

Jonas Müller Fotografie

Kornweg 8

4805 Brittnau / Kanton Aargau

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